Osteopathie
Der Körper ist eine Funktionseinheit aus Muskeln, Gelenken, Faszien, Sehnen, Bänder und Organen und alles ist miteinander verbunden. Das bedeutet, dass nicht das Symptom im Vordergrund steht, sondern das Zusammenspiel aller Körpersysteme. Eine Störung in einem Teil des Körpers beschränkt sich nicht auf ein Organ, sondern hat Auswirkungen auf den ganzen Körper. So kann z.B. eine Restriktion des Aufhängeapperats der Blase zu Beschwerden im Ilioskralgelenk führen. Die Wirkung der Osteopathie besteht daher vor allem darin die Beweglichkeit und das Zusammenspiel der verschiedenen Körpersysteme zu verbessern. Viele Hunde wirken nach der Behandlung entspannter, beweglicher und ausgeglichener. Die Osteopathie kann dabei helfen, Schmerzen zu lindern, Schonhaltungen zu reduzieren und die Regeneration nach Verletzungen und Operationen zu unterstützen. Ältere Hunde und Hund mit chronischen Beschwerden profitieren häufig von einer osteopathischen Behandlung.
In der Hundeosteopathie werden hauptsächlich drei Bereiche unterschieden: die parietale, die craniosakrale und die viszerale Osteopathie.
Die parietale Osteopathie beschäftigt sich mit dem Bewegungsapparat des Hundes, also mit Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen, Bändern und Faszien. Einschränkungen in diesen Strukturen können beispielsweise durch Fehlbelastungen, Verletzungen, Operationen, Überlastung oder altersbedingte Veränderungen entstehen. Häufig zeigen Hunde dann Symptome wie Lahmheit, Steifheit, Probleme beim Aufstehen oder Veränderungen im Gangbild. Durch gezielte manuelle Techniken werden Spannungen und Blockaden gelöst, die Beweglichkeit verbessert und Schmerzen reduziert.
Die craniosakrale Osteopathie konzentriert sich auf den Schädel, die Wirbelsäule, das Kreuzbein und das Nervensystem. Sie arbeitet mit sehr feinen und ruhigen Berührungen. Durch sanfte manuelle Techniken werden Spannungen im faszialen System und im Bereich des Schädels gelöst. Die Regulation des autonomen Nervensystems wird dadurch unterstützt. Dadurch können sich Muskeltonus, Beweglichkeit und allgemeine Entspannung des Hundes positiv beeinflussen lassen. Diese Behandlungsform wird bei Hunden häufig unterstützend bei Stress, Nervosität, nach Traumata oder bei allgemeinen Spannungszuständen eingesetzt.
Die viszerale Osteopathie bezieht sich auf die inneren Organe des Hundes, wie Magen, Darm, Leber oder Blase. Auch die Organe besitzen eine natürliche Beweglichkeit und stehen über Bindegewebe und Faszien mit dem restlichen Körper in Verbindung. Einschränkungen in diesem Bereich können sich beispielsweise durch Verdauungsprobleme, Unwohlsein, Verspannungen oder Verhaltensveränderungen zeigen. Ziel der Behandlung ist es, die Beweglichkeit der Organe zu unterstützen und Spannungen im umliegenden Gewebe zu lösen.


